GESCHICHTE

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Wie kam es zum "Verein zur Förderung des Landestheaters Detmold"?

von Otto Röhler †


Nachdem in den Jahren 1965 - 1970 seitens der Trägerschaft des Landestheaters immer wieder durch reduzierte Leistungsbeschlüsse nach einer Fortführung des schon damals dreispartigen Kulturinstitutes im politischen Bereich hartnäckig gestritten wurde, kam es über den Weg der damaligen Intendanz endlich zur Gründung des "Vereins zur Förderung des Landestheaters Detmold e.V.", dessen Gründungsmitglied u.a. auch der jetzige 2. Vorsitzende des Theater-Fördervereins und Verfasser dieses Berichtes war.

Das hartnäckige Votum der Theaterbesucher hinterließ bei den Verantwortlichen starke positive Wirkung, so daß die vorher im Gespräch gewesenen Kürzungsabsichten (Reduzierung der Spielzeitdauer, Überlegungen zur möglichen Einschränkung des 3-Sparten-Theaters) keine Beschlußmehrheiten bei der Trägerschaft fanden.

Seit Bestehen des Theater-Fördervereins im Jahre 1970, dem Beginn der Intendantenära Prof. Otto Hans Böhm, war dies der erste stark beachtete Erfolg der Mitglieder des Theater-Fördervereins, dem sich in den nachfolgenden Jahren durch diese spontane Bürgerinitiative weitere Hilfestellungen zur Verwirklichungen künstlerischer Absichten der Intendanz anschlossen.

Otto Röhler Die dazu satzungsgemäß beschlossenen Ziele lauteten:
"Sammlung und Vertretung derjenigen Teile der Bürgerschaft, die sich für die Sicherung des Bestandes und der weiteren günstigen Entwicklung des Landestheaters Detmold als traditionsreichem und führendem Kulturinstitut einsetzen wollen."
Zudem: Einflußnahme auf die kulturpolitischen Entscheidungen, die das Landestheater berühren und Förderung der Partnerschaft zwischen Bühnenleitung, Künstlern und Publikum.
Zur Verwirklichung dieser Ziele entfaltete der Förderverein mehrere Aktivitäten:
Der Verein wurde kooperatives Mitglied des Trägervereins des Theaters mit den sich daraus ergebenden Rechten und Pflichten. Als kooperatives Mitglied gehört der Verein seit dem auch dem Programmbeirat des Landestheaters durch dazu bestimmte Vertreter an; er versteht sich als Sprachrohr der theaterinteressierten Öffentlichkeit und bringt Spielplananregungen seiner Mitglieder zur Sprache.

Der Förderverein hält enge Verbindung zu den für das Landestheater zuständigen Persönlichkeiten, Behörden und Organisationen und macht seinen auf die Sicherung und Weiterentwicklung des Landestheaters gerichteten Einfluß geltend; er ist zugleich ein Kontaktforum zwischen Bühnenkünstlern, Bühnenleitung, der Presse und Theaterinteressierten. Die Einflußmöglichkeiten des Fördervereins konnten in dem Maße wachsen, wie sich die Zahl seiner Mitglieder positiv entwickelte.

Gerade jetzt, wo Kosteninflation, ungewisse Zuschußlage, aber auch notwendige Rationalisierungsvorschläge den weiteren Bestand unseres Theaters gefährden, braucht unser Theater die volle Unterstützung der Öffentlichkeit. Darauf sind auch jetzt wieder besondere Maßnahmen gerichtet.

Otto Röhler mit Zoran TodorovichIm Juni 1986 übernahm Staatssekretär a.D. Hanns Winter als 1. Vorsitzender und seitdem Otto Röhler (Foto rechts), der langjährige Vizeintendant a.D. das Amt des 2. Vorsitzenden. In den nachfolgenden Jahren, in denen Neuwahlen satzungsgemäß erforderlich wurden, folgten Reg.Präs. a.D. Walter Stich und der jetzige Direktor des Detmolder Arbeitsamtes, Dr. Harald Hiltl und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Detmold, Jürgen Wannhoff in das Amt des 1. Vorsitzenden des Fördervereins.

Im Jahre 1976 kam es auch zur Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Detmold und der belgischen Provinzhauptstadt Hasselt, die in den nachfolgenden Jahrzehnten mit wirklichem Leben erfüllt wurde. Bei der Eröffnung des neuen Cultur-Centrums mit der Mozart-Oper Die Zauberflöte durch das Landestheater waren neben der Detmolder Ratsvertretung auch die Repräsentanten des Theater-Fördervereins anwesend.

Eine der wichtigsten Aufgaben des Theater-Fördervereins wird in dem Bestehen der ideellen und materiellen Förderung unseres Theaters gesehen. Dadurch soll insbesondere das der Tradition dieses Kulturinstitutes und den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechende Niveau des Musik-, Sprech- und Tanztheaters erhalten werden. Diese noch der Satzung vorgegebene Aufgabe muß von Zeit zu Zeit den Theaterfreunden in Erinnerung gebracht werden, weil es ohne deren Unterstützung durch Spenden und Mitgliedschaft im Förderverein schwierig wird, die von Jahr zu Jahr auftretenden und notwendigen Förderungsmaßnahmen durchzuführen.

Aus dieser Verpflichtung hat der Förderverein über viele Jahre hinweg

  • zu besonderen Produktionen und Uraufführungen( z.B. dem Jugend-Musical Mambo Mortale, Die Walküre, Napoleon oder die hundert Tage, eine Ballett-Uraufführung und der West-Side-Story) insgesamt 185.000.- DM als Fördermaßnahmen aufgebracht,
  • für die Festschrift "150 Jahre Theater in Detmold" einen Zuschuß von 15.000.- DM geleistet,
  • wie auch die Festschrift zum 175. Bestehen unseres Theaters finanziell gefördert.
  • Für die Renovierung des Pausenrestaurants im Landestheater konnte der Förderverein 70.000.- DM beisteuern.
  • An den Sozialfond des Landestheaters wurden vom Förderverein aus dem Gewinn der Theaterball-Veranstaltungen in den Jahren 1988 - 2000 rund l00.000.- DM zur Verfügung gestellt.
  • Aber auch in der Spielzeit 2002 / 2003 konnten dem Landestheater für die hervorragende Inszenierung Lohengrin 35.000.- EUR zur Verfügung gestellt werden.
  • Förderung des 'Ring des Nibelungen' in Höhe von 120.000 €.
  • Förderung von Schulpartnerschaften
  • Förderung der Jugendarbeit und Produktionen für das neue Jugendtheater 'Kaschlupp'
  • Einführung eines Theaterpreises für alle Sparten (Musiktheater, Schauspiel und Ballet) in Zusammenarbeit mit der Lippischen Landeszeitung

Helfen Sie mit, unser Theater bei der Bewältigung der immer schwieriger werdenden finanziellen Probleme zu unterstützen. So tragen Sie zu Ihrer eigenen Freude dazu bei, das hohe Niveau der künstlerischen Leistungen unseres Theaters zu erhalten.

Helfen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft im "Verein zur Förderung des Landestheaters Detmold e.V.",  die Voraussetzungen zu schaffen, auch in der Zukunft die wichtigen Aufgabenstellungen des Vereins erfüllen zu können!

 

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